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Alltags Tipps für Seelze

App-Zocke durch Drittanbieter

Pro Woche wurden 6,99 Euro und 4,99 Euro über ihre Handyrechnung abgebucht. Mithilfe der Verbraucherzentrale Niedersachsen bekam die junge Frau den gesamten Betrag zurückerstattet. Die Abzocke bemerkte die Verbraucherin als sie ihre Mobilfunkrechnung erhielt. Für zwei Abonnements wurden ihr rund 50 Euro abgebucht. Als die Verbraucherzentrale Niedersachsen die Angelegenheit reklamierte, fühlten sich weder der Mobilfunkanbieter als Rechnungssteller noch der Zahlungsdienstleister verantwortlich. Die Drittanbieter (Anbieter des Gewinnspiels) waren letztlich der Meinung, der Vertrag sei zustande gekommen. Nachweisen konnten sie das nicht. Stattdessen entgegneten sie, die wöchentlich entstehenden Kosten seien auf dem Anmeldebildschirm deutlich angegeben worden. Sie verwiesen darauf, dass die Verbraucherin auf die Schaltfläche „zustimmen“ geklickt habe. „Und genau das darf so nicht sein. Schließen Verbraucher einen kostenpflichtigen Vertrag, muss deutlich darauf hingewiesen werden“, sagt Kathrin Körber, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. So sieht es das Gesetz zur „Buttonlösung“ vor. Das sei hier nicht geschehen. Aus diesem Grund kam kein Vertrag zustande – unabhängig davon was die Anbieter behaupten.

Tipp: Um ungewollten bzw. unberechtigten Positionen auf der Handyrechnung durch Drittanbieter vorzubeugen, können Verbraucher eine Sperre dieser Dienste bei ihrem Telefonanbieter einrichten lassen. Dies ist kostenfrei per Telefon, Mail oder Post möglich.

Telefonische Beratung zum Thema gibt es auch am Verbrauchertelefon unter 0900 1 7979-06, Mo, Do von 10 bis 14 Uhr (für 1,50 Euro/Minute aus dem deutschen Festnetz – Mobilfunkpreise abweichend).

(GCN)