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R.Guthmann (Stadtarchiv Garbsen)
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„Auf der Horst“ in den Sechzigern, Mischung aus Platte und Dorf-Idylle

Prägend für den relativ jungen Stadtteil ist die Siedlung innerhalb der Ringstraße „Planetenring“. Hier wurden in den 1960er Jahren einheitliche Plattenbauhäuser gebaut.

„Auf der Horst“ wurde als Wohn- und Arbeiterviertel geplant. Die einzige Industrie war ein Hartsteinwerk (heutige Position neben dem Einkaufszentrum „Planetencenter“, Baugebiet „Eichenpark“) und eine Autowerkstatt, die bis heute Bestand hat. Da Hannover im zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde und dort wie überall Wohnungsknappheit herrschte, entschied man sich, vor den Toren Hannovers Land zu bebauen. So entstand ein komplett neuer Stadtteil mit sehr urbanem Charakter, der bis heute Bestand hat. Im Jahr 1964 erfolgte die Grundsteinlegung für den neuen Garbsener Stadtteil. Innerhalb von vier Jahren entstanden 2630 Wohnungen (dreigeschossige Plattenbauten) und 439 Einfamilienhäuser, d. h. eingeschossige Bungalows und zweigeschossige Reihenhäuser, sämtlich mit Flachdächern.

Noch heute wohnen viele Menschen „Auf der Horst“. Das Einkaufszentrum wurde komplett modernisiert. Die Ansicht hat sich kaum verändert. Nach einer Brandstiftung wurde leider die Willehardi-Kirche vollständig abgebrannt, aber auch diese wurde wieder aufgebaut. Wer ist hier aufgewachsen und kann sich noch an den „Kiosk-Kunze“ gegenüber der Kirche erinnern, oder an den Bäcker im Ladenzentrum Orionhof, hier war auch einmal eine Post. Vielleicht erinnert sich auch noch Jemand an das Spielwarengeschäft neben der Willehardi-Kirche? Schicken Sie uns Ihre Erinnerungsfotos und Ihre Geschichten aus dem „alten Garbsen“ an historisch@seelze.citynews-online.de

GCN/bs Fotos. R. Guthmann (Stadtarchiv Garbsen)

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