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Regionspräsident Hauke Jagau, Iftach Shachar aus Israel und Stefanie Burmeister, Leiterin der Gedenkstätte Ahlem, freuen sich auf das Denk.Mal.Garten.Fest. (Foto: Region Hannover)
Aktuelles

Denk.Mal.Garten.Fest: 125 Jahre Gartenbau in Ahlem

Großes Kulturevent auf dem Gelände der Gedenkstätte Ahlem am 24. Juni

Konzerte, Kleinkunst, Kulinarisches: Gemeinsam mit ihren Nachbarn – der Justus-von-Liebig-Schule der Region Hannover, der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Ahlem der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der Fakultät für Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik der Hochschule Hannover, dem Fraunhofer Institut, dem Förderverein der Gedenkstätte Ahlem sowie dem Verein Neues Land – lädt die Gedenkstätte Ahlem der Region Hannover für Sonntag, 24. Juni, von 11 bis 20 Uhr, zum großen Denk.Mal.Garten.Fest ein. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein buntes Programm für Jung und Alt auf insgesamt zehn Bühnen, die sich über das Gelände der ehemaligen israelitischen Gartenbauschule verteilen. Höhepunkt am Abend ist das Konzert der israelischen Sängerin und Friedensaktivistin Yael Deckelbaum (Prayer Of The Mothers) um 18 Uhr. Das Konzert präsentiert die Gedenkstätte Ahlem in Kooperation mit radio leinehertz 106.5 und Café Glocksee. Der Eintritt ist frei.

„Die Israelitische Gartenbauschule war lange Zeit ein Ort bunten jüdischen Lebens, zu dem natürlich auch die Kultur, die Musik und das Feiern gehörten“, so Regionspräsident Hauke Jagau. „Hier haben junge Menschen gelebt, gelernt und gelacht. Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit unseren Nachbarn mit dem Denk.Mal.Garten.Fest auch diese Facette der Geschichte pflegen und lebendig halten.“ In diesem Jahr steht das DenkMalGartenFest im Zeichen eines ganz besonderen Jubiläums: „Wir feiern 125 Jahre Gartenbau in Ahlem – ein Stück Geschichte, das mit der Eröffnung der Israelitischen Gartenbauschule 1893 beginnt und in der heutigen Justus-von-Liebig-Schule der Region Hannover eine Fortsetzung findet“, erklärt Stefanie Burmeister, Leiterin der Gedenkstätte
Ahlem.

Das Denk.Mal.Garten.Fest auf dem Gelände der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule bietet von 12 bis 20 Uhr ein abwechslungsreiches Programm: Den ganzen Tag über locken die verschiedenen Spielorte mit Theater, Slam-Poetry, Zauberei und musikalischen Leckerbissen: So sind etwa die äthiopisch-israelische Sängerin AvevA (16 bis 17.15 Uhr, Hauptbühne), das Romano Schwarz Ensemble (13 bis 17.30 Uhr, Musikbühne im Garten), der Singer-Songwriter Sun Tailor und die Schriftstellerin Corinna Luedtke (im Wechsel ab 13.30 bis 18 Uhr, Pergola-Bühne) sowie das Tandera Theater (13 bis 17.30 Uhr, Bühne im Hof) dabei. Außerdem lädt die Bakad Kapelye zu einem
Streifzug durch jiddische, ungarische und türkische Musik ein (14 bis 15.30 Uhr, Hauptbühne), während sich die kleinen Gäste in der Kinderspielecke, beim Ponyreiten oder Minigolf vergnügen können. Insgesamt acht Führungen bieten historische, architektonische und botanische Einblicke in das Gelände, während die Ponykutsche
die Besucherinnen und Besucher über das Gelände bringt. Das neue Mediaguide-System gewährt auch fremdsprachigen Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in die Dauerausstellung der Gedenkstätte Ahlem. Es kommt in deutscher und englischer Sprache erstmals beim Gartenfest zum Einsatz und soll dann sukzessive um weitere Sprachen ergänzt werden.

Gemeinsam mit radio leinehertz 106.5 und dem Cafè Glocksee hat die Gedenkstätte vor zwei Jahren die Veranstaltungsreihe „Musik aus Israel“ ins Leben gerufen, die junge israelische Musikerinnen und Musiker nach Hannover bringt. „Musik verbindet die Menschen und das Interesse an der israelischen Musikszene nimmt hierzulande immer mehr zu“, sagt Jens Dreiser, Musikchef bei radio leinehertz 106.5. „Dass wir mit AvevA, Sun Tailor und Yael Deckelbaum gleich drei hochkarätige israelische Acts für das Denk.Mal.Garten.Fest gewinnen konnten, freut uns sehr!“ Das ganze Programm gibt es auf www.gedenkstaette-ahlem.de

Die Gedenkstätte Ahlem

Kaum ein anderer Ort in der bundesweiten Gedenkstätten- landschaft hat eine so wechselhafte Vergangenheit wie die ehemalige Israelitische Gartenbauschule in Hannover Ahlem. Gegründet wurde die Schule, um jungen jüdischen Menschen eine berufliche Perspektive zu bieten. Der dunkle Teil der Geschichte war die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten, die die Schule in eine Sammelstelle für Deportationen, ein Gefängnis und eine Hinrichtungsstätte umwandelten. Seit ihrer Neueröffnung im Sommer 2014 vereint die Gedenkstätte Ahlem der Region Hannover beide Kapitel der Geschichte der Gartenbauschule unter einem Dach.

Termin: Sonntag, 24. Juni, 11 bis 20 Uhr
Ort: Gelände der Gedenkstätte Ahlem,  Heisterbergallee 10, Hannover-Ahlem
Eintritt: frei

SCN/ap

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