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Stellen die ersten Ergebnisse der Tarifreform vor: Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz (links) und GVH-Geschäftsführer Ulf Mattern. (Foto: Region Hannover / Carmen Pförtner)
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ÖPNV: Weniger Zonen und bessere Angebote ab 2020

Verkehrsdezernent Franz stellt erste Ergebnisse der GVH-Tarifreform vor

Seelze Einfachere Tarife, einheitliche Zonen, attraktivere Preise: Anfang 2020 tritt die GVH-Tarifreform in Kraft.

Seit Monaten arbeiten Expertinnen und Experten an der Reform, die eine Vereinfachung des Tarifsystems und damit eine Verbesserung für die Kundinnen und Kunden als Ziel hat. Die ersten Ergebnisse der Reform stellten gestern (14. Februar 2019) Verkehrsdezernent  Ulf-Birger Franz und GVH-Geschäftsführer Ulf Mattern den Mitgliedern des Verkehrsausschusses der Region vor.

Ein einfacheres Tarifsystem ist eines der großen Ziele der Reform –  hier dürfen sich die Nutzerinnen und Nutzer des ÖPNV auf Verbesserungen freuen. „In Zukunft wird es nur noch drei Tarifzonen für alle Fahrkarten geben“, sagt Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover.

Bisher wurde das GVH-Tarifgebiet in drei oder aber vier Zonen unterteilt – je nachdem, welche Fahrkarte der Kunde oder die Kundin kaufen wollte. „Die Unterteilung in zwei Zonen innerhalb der Landeshauptstadt fällt weg – was bedeutet, dass wir bisherige Preisstufen miteinander mischen mussten“, so Franz. Konkret: für mehr als 60 Prozent der Kundinnen und Kunden von Zeitfahrkarten bleibt der Preis ab 2020 stabil, rund 30 Prozent werden weniger bezahlen als bisher.

Etwa ein bis zwei Prozent der Fahrgäste müssen mit Preisanhebungen rechnen – jene, die bisher aus der Zone „Umland“ oder der Zone „Region“ in die Zone „Hannover 2“ gefahren sind. „Da wir die zwei Zonen innerhalb der Landeshauptstadt auflösen, wird diese Fahrt durch den Mischpreis teurer – dafür können die Kundinnen und Kunden aber in der gesamten City fahren, auch bis mitten in die Innenstadt hinein“, so Franz.

Weniger bezahlen als bisher werden Bürgerinnen und Bürger aus dem Umland der Region Hannover, die nicht nach Hannover ein- und auspendeln: es soll eine neue Monatskarte eingeführt werden, die ausschließlich für die Zonen außerhalb der Landeshauptstadt gilt und preislich sehr viel attraktiver ist, als bisherige Fahrkarten. „Bislang nutzen nur wenige Menschen für Fahrten innerhalb von Garbsen, Barsinghausen oder Lehrte eine Monatskarte.

Wir möchten dies ändern und auch auf Strecken im Umland mehr Menschen als Stammkunden für den Nahverkehr gewinnen. Dazu sollen auch günstigere Tarife beitragen“, erläutert Ulf Mattern, Geschäftsführer des GVH.

„Eine Änderung, die einschlagen wird, ist die neue Ganzjahres-Netzkarte für Schülerinnen und Schüler in der Region Hannover“, verrät Ulf-Birger Franz. Die unter dem Namen „GVH SchulCard“ bekannte Fahrkarte steht allen Schülerinnen und Schülern der Klassen 1 bis 10 mit einem Schulweg von mehr als zwei Kilometern zu. Bisher war diese nur in den Tarifzonen des jeweiligen Wohnortes bis zur Schule und nur während der Schulzeiten, nicht aber in den Sommerferien gültig.

Das soll sich ab 2020 ändern: „Die neue Ganzjahres-Netzkarte wird im gesamten GVH-Tarifgebiet gültig sein und das ganze Jahr über, in der Freizeit sowie in den Ferien“, sagt Franz. Das bedeutet: mehr Mobilität und Flexibilität im ÖPNV für junge Menschen in der Region Hannover.

Netter Nebeneffekt: „Damit werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Schulsekretariaten deutlich entlastet“, betont Franz. Das sind nur einige der Neuerungen.

Auch für Großkunden wird es einige Verbesserungen geben. Geplant wird, dass Firmen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Monatskarten im Regionaltarif bestellen  können. So sollen auch Fahrgäste aus den angrenzenden Landkreisen in Zukunft Job-Tickets oder SammelbestellerAbos nutzen können.

Noch sitzen die Tarifexpertinnen und -experten regelmäßig zusammen, um am verbesserten Angebot zu feilen. Nach den notwendigen Beschlüssen und der Tarifgenehmigung ist der Startzeitpunkt der GVH-Tarifreform am 01.01.2020.

SCN/su

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