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Mit diesen Apps wird der Garten gesund und kunterbunt. (Themenfoto)
App der Woche

Garten-Apps – Für Hobbygärtner und Pflanzenkenner

Seelze – Bald ist es wieder soweit: Die Sonne scheint. Es ist weder zu warm noch zu kalt. Frische Knospen sind an den Sträuchern zu sehen. Kleine Pflanzen haben sich vielleicht sogar schon durch den Boden gekämpft. Vogelgezwitscher ist zu hören. Der Frühling ist da und die Arbeit im Garten kann beginnen.

Doch schnell kommen Fragen auf. Wann pflanze ich am besten Gemüse an? Wann bestimmte Blumen? Was sind Schädlinge oder was Nützlinge für meine Pflanzen? Und für Allergikerinnen und Allergiker – Muss ich mit Pollenflug rechnen?

Diese kostenlosen Apps können helfen und Antworten auf diese und viele andere Fragen liefern:

Die App der „Pflanzendoktor“ kann der Retter in der Not sein, wenn die Pflanzen nicht so gedeihen, wie sie es sollten. Sie ist ein Lexikon für allerlei Krankheiten, Schädlinge und sonstige Leiden, die Gartenpflanzen haben können.

Zuerst muss die Pflanzengruppe (Obst, Gemüse, Rasen oder Zierpfanzen) ausgewählt werden. Die Nutzerin oder der Nutzer kommt dann in ein weiteres Untermenü, in dem sie oder er seine Auswahl noch einmal verfeinern kann und noch dazu einige Tipps erhält.

Die Pflanzendoktor-App (Foto: Pflanzendoktor/ fishfarm netsolutions)

Die App öffnet nach der Auswahl eine Bildergalerie, dort werden Bilder mit dem, für die Pflanzenart typischen Befall gezeigt. Ist das Leiden erkannt, kann durch ein Klick auf das Bild weitere Informationen geöffnet werden. Der Nutzer hat nun Zugriff auf die die Beschreibung des Problems, wie Hinweise zum Vorbeugen oder zum Bekämpfen dessen.

Sollte die App-Nutzerin oder der App-Nutzer nicht fündig werden, bietet „Pflanzendoktor“ auch eine Fachberatung an. In die App ist eine Fotofunktion integriert, mit der Pflanzen aufgenommen werden können. Diese Fotos können dann direkt mit einem Kontaktformular an Neudorff geschickt werden.

Negativ fällt nur auf, dass in der Bekämpfung und Vorbeugung von Schädlingen und Co. die Werbung für Produkte von Neudorff anfängt. Meist werden spezielle Dünger oder Spritzmittel empfohlen.

Aber trotz der Werbebotschaft sind die Tipps durchaus nützlich. Beispielsweise wird erklärt, wie „Hexenringe“ im Rasen entstehen und was die App-Nutzer dagegen unternehmen können.

Zum „Pflanzendoktor“ bietet Neudorff zudem auch noch die „Dünge-Berater“ App an. Sie zeigt für die verschiedenen Pflanzen in Haus und Garten an, wann, wie oft und mit welchem Dünger sie naturgemäß versorgt werden können.

Die Dünge-Berater-App (Foto: Dünge-Berater/ fishfarm netsolutions)

Auch „Nützlinge im Garten“ kann im Garten helfen. Die Insekten, die sich im Garten tümmeln, sind nicht alle schädlich für die Pflanzen, ganz im Gegenteil: Viele Tiere erfüllen einen wichtigen Zweck und helfen zudem dabei, Schädlinge zu bekämpfen.

Denn viele Schädlinge haben einen gutmütigen Gegenspieler, den Nützling. Die App verfügt über eine große Datenbank, gefüllt mit Schädlingen und Nützlingen.

Hat die App-Nutzerin oder der App-Nutzer nun einen schädlichen Gast bei sich im Garten, kann sie oder er ganz einfach den Namen in das Programm eingeben und bekommen direkt Nützlinge vorgeschlagen, die die Schädlinge beseitigen und dem Garten nicht schaden.

Neben dem bloßen Finden von Gegenspielern zu Schädlingen, gibt die App zusätzlich wertvolle Tipps, die dabei helfen, Nützlinge im heimischen Garten zu fördern und einen angenehmen Lebensraum zu bieten. Darüber hinaus bietet das Tool einen einfachen Bestimmungsschlüssel, der dabei hilft einen bestimmten Nützling einzuordnen und wenn es schnell gehen soll gibt es auch eine übersichtliche Fotosuche.

Die App „Nützlinge im Garten“ hilft Schädlinge und Nützlinge zu erkennen. (Foto: Nützlinge im Garten/ Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung-Haus & Garten)

Negativ fällt allerdings auf, dass diese Fotos bei den Schädlingen fehlen. Trotzdem ist die App einfach zu nutzen und findet Nützlinge gegen jeden Schädling.

Mit dem „Gemüse-Gärtner“ holt sich die Nutzerin oder der Nutzer eine Anbauanleitung für verschiedene Gemüse- und Kräutersorten auf ihr oder sein Smartphone.

Die App gibt Tipps zum biologischen Anbau im Garten, aber auch am Balkon oder auf der Terrasse.

Sie liefert eine große Ansammlung an Wissen und Ratschlägen zu grundlegenden Themen der Gärtnerei, wie beispielsweise Aussaat, Anbau, Böden und vielen Weiteren.

Auch wenn bereits Kenntnisse im Anbau von Gemüse vorhanden sind, kann die App der Nutzerin oder dem Nutzer dabei helfen, ihr oder sein Wissen zu erweitern oder beispielsweise den Anbau neuer Sorten zu lernen.

Die App gibt Tipps zum biologischen Anbau im Garten, aber auch am Balkon oder auf der Terrasse. (Foto: Der Gemüse-Gärtner/ Daniel Puschina)

Zusätzlich zu den Anbauanleitungen bietet die App viele praktische Nebenfunktionen. Beispielsweise kann ein grafischer Anbaukalender erstellt oder eine Erinnerung gesetzt werden, die an die Gartentätigkeit erinnert, sodass nicht vergessen wird die Pflanzen zu gießen oder Ähnliches.

Darüber hinaus hat die Nutzerin oder der Nutzer die Möglichkeit direkt in der App Notizen zu bestimmten Gemüse- oder Kräuterarten anzulegen und die Garten-App hält immer wieder Tipps oder Rezepte zum Nachkochen bereit, mit denen die Zucht nie langweilig wird.

Nur die In-App Käufe, um alle Sorten freischalten zu können, stellt ein Haken dar.

Mit PlantNet können Pflanzen mit der Smartphone-Kamera bestimmt werden. Dafür muss nur ein Foto von der Pflanze gemacht werden. Das Bild wird dann mit der Referenzdatenbank abgeglichen, die aktuell 4.100 Pflanzenarten beinhaltet und die kontinuierlich wächst. So erhält die Nutzerin oder der Nutzer der App in wenigen Sekunden den Namen der fotografierten Pflanze.

Bei der Pflanzenbestimmung hilft Pl@ntNet (Foto: Pl@ntNet Pflanzenbestimmung/ plantnet-project.org)

Leider klappt dies jedoch nicht immer. Deswegen gibt es weitere Möglichkeiten, um den Namen einer bestimmten Pflanze herauszufinden.

Die Pflanzenbestimmungs-App verfügt nämlich auch über eine Auflistung aller relevanten Pflanzen, mit der das Foto von der Nutzerin oder dem Nutzer ganz einfach abgeglichen werden kann.

Darüber hinaus kann das Bild hochgeladen werden. Die aufgeschlossene und kompetente Community ist bei der Pflanzenbestimmung immer gerne behilflich.

Die letzte App ist speziell für Allergikerinnen und Allergiker interessant – die Pollenflug Vorhersage App.

Auf einer Karte kann gesehen werden, wo in Deutschland Heuschnupfen-Patienten ein schweres Los gezogen haben und wo die Luft rein ist.

Die Trendanzeige prognostiziert zudem, wie sich die Pollenflug-Situation in den kommenden Tagen verhalten könnte.

Für Allergikerinnen und Allergiker interessant – die Pollenflug Vorhersage App. (Foto: Pollenflug-Vorhersage/ Hexal AG)

Die App ortet den aktuellen Standort via GPS, alternativ kann durch die Eingabe der Postleitzahl die Situation an bestimmten Orten gecheckt werden.

Insgesamt enthält „Pollenflug-Vorhersage“ Daten zu 15 unterschiedlichen Pflanzen.

SCN/su

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